Tödlicher Verkehrsunfall auf Radweg – 85-jährige Fußgängerin verstorben

16.02.2019, PP Unterfranken


GROSSHEUBACH, LKR. MILTENBERG. Zu einem tragischen Verkehrsunfall auf einem für Radwegeradfahrer und Fußgänger gleichermaßen freigegebenen Weg ist es am Samstagnachmittag gekommen. Nach einem Zusammenstoß zwischen zwei Frauen und einem Radfahrer erlag eine Seniorin ihren Verletzungen und verstarb noch an der Unfallstelle.

Gegen 15:50 Uhr war eine 85-Jährige mit ihrer 53 Jahre alten Tochter für einen Spaziergang auf dem geteerten Radweg im Bereich der Röllfelder Straße unterwegs, als aus bislang unbekannter Ursache ein Fahrradfahrer nach derzeitigem Stand der Ermittlungen von hinten gegen die beiden Personen fuhr. Alle drei Personen stürzten nach dem Zusammenstoß zu Boden. Die ältere Dame zog sich so schwere Kopfverletzungen zu, dass sie noch vor Ort verstarb. Die 53-Jährige erlitt neben einem Schock leichte körperliche Verletzungen. Zur Betreuung der Tochter war neben dem Rettungsdienst auch ein Kriseninterventionsteam vor Ort im Einsatz. Auch der 36-jährige Fahrer des E-Bikes erlitt leichte Verletzungen.

Mit der Verkehrsunfallaufnahme ist die Polizeiinspektion Miltenberg mit Unterstützung der Obernburger Polizei zur Stunde (Stand: 18.30 Uhr) noch vor Ort betraut. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg wurde auch ein Sachverständiger zur Unfallstelle entsandt.


Zeugen, die den Unfallhergang beobachtet haben und sich noch nicht bei der Polizei gemeldet haben, werden gebeten, unter Tel. 09371/945-0 Kontakt mit der Miltenberger Polizei aufzunehmen.


Polizei Unterfranken

Sachbeschädigung und Widerstand in der Kitzinger Innenstadt – Polizei nimmt zwei Tatverdächtige fest

16.02.2019, PP Unterfranken


KITZINGEN. Am späten Freitagabend haben zwei junge Männer in der Kitzinger Innenstadt mehrere Pkw beschädigt. Die Kitzinger nahm nach der raschen Mitteilung von Zeugen noch vor Ort zwei Tatverdächtige fest, die sich beide aggressiv verhielten und Widerstand leisteten. Zwei Beamte wurden leicht verletzt. Einer der Beschuldigten musste in der Nacht in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert werden.

Gegen 22:00 Uhr hatte eine Frau beobachtet, wie ihr Fahrzeug im Bereich der Schweizergasse gerade von unbekannten Männern beschädigt wurde und daraufhin richtigerweise sogleich den Notruf gewählt. Sofort machten sich mehrere Streifen der Kitzinger Polizei auf den Weg und stellten in der Rittergasse zwei junge Männer fest die aufgrund der Beschreibung als Täter in Frage kamen. Als diese die Streifenfahrzeuge bemerkten, flüchtenden sie in entgegengesetzte Richtungen. Die Beamten nahmen zu Fuß die Verfolgung auf und konnten zunächst einen 19 Jahre alten Tatverdächtigen in der Schweizergasse vorläufig festnehmen. Auch durch Hinweise von Zeugen gelang wenig später die Festnahme des zweiten Beschuldigten.

Beide Festgenommenen zeigten gegenüber der eingesetzten Beamten von Anfang an aggressives Verhalten. Neben beleidigenden Ausdrücken und Beschimpfungen, die die Polizisten sich gefallen lassen mussten, versuchten die beiden Männer unabhängig voneinander während der Festnahme, auf der Fahrt zur Dienststelle und auch bei den Maßnahmen in der Polizeiinspektion Kitzingen die Beamten wiederholt anzugreifen. Nach Abschluss des Einsatzes waren zwei Beamte leicht verletzt worden, unter anderem durch einen Biss des 21-jährigen Beschuldigten. Beide Beamten waren weiterhin dienstfähig.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg wurde in den Räumen der Dienststelle zwei Blutentnahmen durchgeführt, da das Duo offensichtlich unter dem Einfluss von Alkohol stand. Der polizeibekannte 21-Jährige verblieb im Anschluss die Nacht über bei der Polizeiinspektion Kitzingen in der Arrestzelle in Sicherheitsgewahrsam und wurde am Samstagmorgen wieder auf freien Fuß gesetzt. Der 19 Jahre alte Beschuldigte wurde nachdem er in der Zelle begonnen hatte sich selbst Verletzungen zuzufügen und von einer Eigengefährdung ausgegangen werden musste, in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert.

Bislang hat die Kitzinger Polizei gemeinsam mit Unterstützung der Würzburger und Ochsenfurter Polizei drei Sachbeschädigungen in der Schweizergasse an dort geparkten Fahrzeugen aufgenommen, die offenbar durch die beiden Beschuldigten begangen wurden. Unter anderem hatten die Männer die Außenspiegel der Pkw abgerissen. An den Fahrzeugen war jeweils ein Sachschaden in Höhe von mehreren hundert Euro entstanden.

Auf die beiden Beschuldigten kommt nun jeweils ein Strafverfahren unter anderem wegen Sachbeschädigung, Beleidigung, Bedrohungen und Wiederstands gegen Vollstreckungsbeamte zu.


Zeugen, die ebenfalls Beschädigungen an ihren Fahrzeugen im Bereich der Kitzinger Innenstadt fest gestellt haben oder Beobachtungen zu den Sachbeschädigungen gemacht haben, werden gebeten, sich unter Tel. 09321/141-0 mit der Kitzinger Polizei in Verbindung zu setzen.


Polizei Unterfranken

Aus Bezirkskrankenhaus entwichen – Öffentlichkeitsfahndung nach Eugen Sichwart

15.02.2019, PP Unterfranken


LOHR AM MAIN, LKR. MAIN-SPESSART. Aus der geschlossenen Abteilung des Bezirkskrankenhauses in Lohr am Main ist seit Freitagmittag der Eugen Sichwart abgängig. Der 37-Jährige entfernte sich während einer arbeitstherapeutischen Maßnahme vom Gelände der Klinik und ist seitdem flüchtig. Die unterfränkische Polizei fahndet intensiv nach dem Mann und wendet sich auch an die Öffentlichkeit.


Der 37-Jährige ist seit Mitte 2018 unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung im Bezirkskrankenhaus Lohr am Main untergebracht. Am Freitagmittag gegen 10.45 Uhr befand sich der 37-Jährige in Begleitung eines Pflegers im Rahmen einer Arbeitstherapie im Außenbereich des Klinikgeländes. Währenddessen gelang dem Probanden die Flucht. Die Polizeiinspektion Lohr am Main fahndet seitdem intensiv mit Unterstützung von Streifen umliegender Dienststellen und der operativen Ergänzungsdienste nach dem Flüchtigen. Zahlreiche Anlaufadressen wurden bislang mit negativem Ergebnis überprüft.

Der Sachbearbeiter bittet deshalb nun die Öffentlichkeit um Mithilfe und erhofft sich durch die Veröffentlichung eines Lichtbildes weitere Hinweise. Eugen Sichwart kann wie folgt beschrieben werden:

• Etwa 170 cm groß
• Schlanke Figur
• Braune, bis über die Ohren reichende Haare
• Bekleidet mit dunkler Hose und dunkelblauer Arbeitsjacke


Zeugen, die eine Person gesehen haben, bei der es sich um Eugen Sichwart handeln könnte, oder die sachdienliche Hinweise zum Aufenthaltsort des Mannes geben können, werden gebeten, sich über den Notruf 110 zu melden.


Polizei Unterfranken

Nach Rettungsaktion aus dem winterlichen Main – Lebensretter mit Karten für Fastnacht in Franken überrascht

15.02.2019, PP Unterfranken


WÜRZBURG. Nachdem der 49-jährige Matthias Burger im Januar 2018 einen Mann aus dem Main gerettet hatte, konnte die unterfränkische Polizei am Freitagmittag gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk den Faschings-Freund mit einem ganz besonderen Dankeschön überraschen.


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Kartenübergabe
Foto: Polizei; v.l.: Redaktionsleiter Fastnacht in Franken Norbert Küber, Präsident der Fastnacht in Franken Marco Anderlik, Lebensretter Mattias Burger, unterfränkischer Polizeivizepräsident Martin Wilhelm, Ehrenpräsident und künstlerischer Leiter Fastnacht in Franken Bernhard Schlereth

Wie bereits berichtet, hatte der 49-Jährige am 11. Januar gegen 17.15 Uhr von der Bundesstraße 13 aus beobachtet, wie ein Pkw vom Mainradweg bei Sommerhausen aus in den Main gefahren war. Während der Skoda mit eingeschalteten Scheinwerfern flussabwärts trieb, fuhr der Zeuge mit seinem Sattelzug an den Main, um dem Fahrer zu helfen. Dieser konnte sich aus dem sinkenden Pkw befreien und versuchte, sich ans Ufer zu retten. Der 49-Jährige lief dem um Hilfe rufenden Mann entgegen und dirigierte ihn Richtung Ufer. Letztendlich zog der Lebensretter den völlig entkräfteten Mann gemeinsam mit zwei Beamten der Polizeiinspektion Ochsenfurt, die von weiteren Zeugen alarmiert worden waren, an Land.

Der Mann, der sein Fahrzeug offenbar aufgrund einer kurzfristigen medizinischen Ursache in den Fluss gelenkt hatte, wurde stark unterkühlt in eine Klinik gebracht und erholte sich glücklicherweise von dem Unfall.

Für seine heldenhafte Leistung war der 49 Jahre alte Mann aus dem Raum Main-Spessart im Oktober 2018 bereits durch den Regierungspräsidenten von Unterfranken mit der „Patrona Bavariae“ Medaille ausgezeichnet worden. Während dieser Feierstunde wurde der unterfränkischen Polizei im Gespräch mit dem 49-Jährigen dann bekannt, dass er im Anschluss an die Rettungsaktion aus dem eiskalten Main mit einer Grippe im Bett liegen musste. Deshalb konnte der begeisterte Faschingsnarr die lang ersehnte Fastnacht in Franken, für die er erstmals Karten erstanden hatte, nicht besuchen.

Mit der Idee, den Lebensretter zu überraschen, gingen Beamte der Polizeiinspektion Ochsenfurt und der Pressestelle des Polizeipräsidiums schließlich auf den Bayerischen Rundfunk zu. Der fackelte nicht lange und schenkte dem Faschings-Fan zwei Karten für die Generalprobe der Kult-Veranstaltung aus Veitshöchheim.

Am Freitagmittag fand die Übergabe der Karten in Veitshöchheim in den Mainfrankensälen statt, wo bereits die ersten Aufbauarbeiten für die Sendung im Gange waren. Herr Burger, der sich schon über den Anruf der Polizei und die Aussicht auf die Karten so gefreut hatte, „dass er beinah umgefallen wäre“ strahlte sichtlich und gab die beiden begehrten Karten nicht mehr aus der Hand. Im Rahmen der Übergabe der Eintrittskarten auf der Bühne der Halle bedankte sich auch Polizeivizepräsident Martin Wilhelm im Namen des Polizeipräsidiums Unterfranken nochmals herzlich bei dem 49-Jährigen für dessen mutiges und vorbildliches Verhalten.


Wir wünschen Matthias Burger einen ausgelassenen und närrischen Abend bei der Fastnacht in Franken!


Polizei Unterfranken

Einbruchdiebstähle in Hotels – Polizei sucht Zeugen

15.02.2019, PP Unterfranken


WEIBERSBRUNN, LKR. ASCHAFFENBURG. Am Donnerstagmorgen wurden der Polizei Einbrüche in zwei Hotels mitgeteilt. Der Beuteschaden wird auf den oberen vierstelligen Bereich geschätzt. Die Kripo sucht nun Zeugen.

Bislang unbekannte Täter drangen in der Nacht zu Donnerstag gewaltsam über einen Anbau in ein Hotel in der Hauptstraße ein, brachen im Gaststättenbereich Schubladen auf und durchwühlten diese auf der Suche nach Beute. Die Einbrecher konnten im Anschluss an die Tat mit Bargeld und elektronischen Geräten im Gesamtwert von mehreren tausend Euro entkommen.

Ebenfalls am Donnerstagmorgen bemerkte ein Angestellter einen Einbruch in einem weiteren Hotel in der Hauptstraße. Bislang unbekannte Täter drangen gewaltsam über den Wintergarten in die Geschäftsräume und nahmen die Tageseinnahmen und Schmuck an sich. Der Beuteschaden beläuft sich auch hier auf mehrere tausend Euro. Neben dem Entwendungsschaden entstand dem Betreiber ebenso Sachschaden, der sich auf rund 2.000 Euro beläuft.


Die Kriminalpolizei Aschaffenburg übernahm die Ermittlungen und bittet nun Personen, die im Tatzeitraum in Tatortnähe verdächtige Beobachtungen gemacht haben, diese unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.


Polizei Unterfranken

Neues Wildwarnsystem eingeweiht

15.02.2019, PP Unterfranken


LKR. SCHWEINFURT. Am Donnerstagvormittag weihte Innenstaatssekretär Gerhard Eck im Beisein des Schweinfurter Polizeichefs, Joachim Mittelstädt, ein neues Wildwarnsystem ein, das nun unter anderem im Landkreis Schweinfurt getestet wird. Zugegen waren auch der Landrat des Schweinfurter Landkreises Florian Töpper sowie weitere Ehrengäste. Das neue System soll für mehr Sicherheit auf Bayerns Straßen sorgen.

Denn die Zahl der Unfälle mit Rehen, Wildschweinen oder anderen Wildtieren befindet sich seit Jahren auf hohem Niveau und ist 2018 bayernweit im Vergleich zum Vorjahr nochmals gestiegen.

Die Autofahrer sollen durch die neuen Anlagen mittels Lichtsignalen an Straßenleitpfosten vorgewarnt werden, die im Vorfeld erkennen, wenn sich ein Wildtier am Straßenrand befindet. Gleichzeitig sendet das System eine Meldung an die Module der benachbarten Leitpfosten, die ebenfalls aufleuchten. So werden die Fahrer rechtzeitig gewarnt und daran erinnert, langsam und vorausschauend zu fahren. Durch Hinweistafeln werden die Verkehrsteilnehmer zusätzlich auf das Projekt aufmerksam gemacht.
Auf vier Pilotstrecken in Bayern wird das neue Wildwarnsystem ab Februar getestet. Neben der Teststrecke auf der B 303 zwischen Schonungen und Waldsachsen im Landkreis Schweinfurt sind auch weitere Örtlichkeiten in den Landkreisen Wunsiedel, Erding und Landshut an dem Pilotprojekt beteiligt. Die Anlagen des Start-Ups „AniMot“ sollen drei Jahre lang getestet werden. Nach dem Testzeitraum wird dann evaluiert, in wie fern die Zahl der Wildunfälle an den betroffenen Stellen tatsächlich zurückgegangen ist.

Dabei ist das neue Warnsystem nicht wie andere Modelle dazu konzipiert, die Tiere abzuschrecken, sondern richtet sich gezielt an die Autofahrer. Ziel ist es laut Innenstaatssekretär Eck, dass die Fahrzeugführer im Gefahrenfall rechtzeitig gewarnt werden, damit sie durch eine angepasste Fahrweise Zusammenstöße mit einem Wildtier verhindern können. So sollen insgesamt Unfälle vermieden und die Straßen sicherer werden.


Polizei Unterfranken

Intensive Ermittlungen der Kriminalpolizei Würzburg erfolgreich – 74 kg Amphetamin in Spanien sichergestellt

14.02.2019, PP Unterfranken


Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg vom 14.02.2019

WÜRZBURG. Seit Oktober 2018 geführte, intensive Ermittlungen der Würzburger Kriminalpolizeidienststellen und der Staatsanwaltschaft Würzburg wegen internationalen Rauschgifthandels und Geldwäsche gegen 31 Tatverdächtige aus fünf europäischen Ländern führten Anfang Januar zum Erfolg. Insgesamt konnten in Madrid 74 kg Amphetamin sichergestellt werden. Drei Tatverdächtige warten in Spanien auf ihre Auslieferung nach Würzburg.


MDMA
Foto: Polizei

Die Kriminalpolizei Würzburg führt seit Oktober 2018 in laufender enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg Ermittlungen gegen eine Bande, die der organisierten Kriminalität zugerechnet wird. Die Beschuldigten waren zum Teil über Jahrzehnte weltweit vernetzt war und verfügten auch über direkte Kontakte zum Medellín-Kartell in Bogota. Sie stehen im Verdacht Haschisch, Marihuana, Kokain, Ecstasy und MDMA-Kristalle im mehrstelligen Kilobereich in Europa verkauft zu haben. Bei den Köpfen der Bande handelte es sich um einen 38-Jährigen aus dem Raum Würzburg sowie einen 58-Jährigen aus dem Landkreis Bad Kissingen, deren Handeltreiben sich auch auf den Raum Unterfranken erstreckte.

Durch die laufenden Ermittlungen konnten im Rahmen einer gemeinsamen Aktion mit verschiedenen europäischen Polizeibehörden am 05.01.2019 insgesamt 69 Kg MDMA-Kristalle im Raum Madrid beschlagnahmt werden. Dortige Folgemaßnahmen führten zur Beschlagnahme von weiteren 5 Kg MDMA-Kristalle beim Abnehmer in Madrid. In Spanien hatten die sichergestellten 74 kg MDMA-Kristalle einen Verkaufswert von mehr als 3 Millionen Euro – eine der größten Sicherstellungsmengen der letzten Jahre.

Anschließende Ermittlungs- und Durchsuchungsmaßnahmen in Unterfranken führten zur weiteren Sicherstellung von 400 Gramm Marihuana, 64 Gramm Haschisch, 21 Gramm Amphetamin und geringe Mengen LSD, Crystal Meth und Ecstasy. Des Weiteren konnten im Rahmen der Vermögensabschöpfung mehrere zehntausend Euro Drogengeld und mehrere hochwertige Fahrzeuge beschlagnahmt werden.

Im Rahmen der bisherigen Ermittlungen ergingen zwischenzeitlich sieben Haftbefehle. Zwei deutsche und ein rumänischer Beschuldigter warten in Spanien auf ihre Auslieferung nach Würzburg.




Polizei Unterfranken

Einbruch in Gaststätte – Polizei sucht Zeugen

14.02.2019, PP Unterfranken


ASCHAFFENBURG. Bislang unbekannte Täter drangen in der Nacht auf Mittwoch gewaltsam in eine Gaststätte ein und konnten im Anschluss mit Beute im Wert von mehreren hundert Euro entkommen. Die Kripo sucht nach Zeugen.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch drangen bislang unbekannte Täter gewaltsam über eine Hintertüre in eine Gaststätte in der Platanenallee ein und durchwühlten im Inneren sämtliche Schränke und Schubladen. Mit Bargeld und einem Elektrogerät als Beute im Gesamtwert von mehreren hundert Euro traten die Unbekannten im Anschluss unerkannt ihre Flucht an. Dem Betreiber entstand neben dem Entwendungsschaden noch Sachschaden in Höhe von rund 500 Euro.


Die Kriminalpolizei Aschaffenburg übernahm die Ermittlungen und bittet nun Personen, die im Tatzeitraum in Tatortnähe verdächtige Beobachtungen gemacht haben, diese unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.


Polizei Unterfranken

Dank professioneller Tatortarbeit – Zahlreiche Einbrüche und Opferstockaufbrüche geklärt

14.02.2019, PP Unterfranken


RAUM MELLRICHSTADT, LKR. RHÖN-GRABFELD. Durch qualifizierte Tatortarbeit ist es der Polizeiinspektion Mellrichstadt gelungen, maßgeblich zur Aufklärung von teils länger zurückliegenden Einbrüchen und Opferstockaufbrüchen beizutragen. Unter anderem konnte durch eine gesicherte DNA-Spur eine größere Einbruchsserie aufgeklärt werden, welche im Jahr 2014 die Bevölkerung in der Region in Atem gehalten hatte.


„Fensterbohrer“-Serie


Tatort
Symbolbild

Bereits im Jahr 2014 war es im Zeitraum zwischen Oktober und Dezember zu einer Serie von Einbrüchen gekommen, bei denen die Ermittler von Beginn an einen Tatzusammenhang vermutetet hatten. In allen Fällen hatte der Täter überwiegend an Einfamilienhäusern Fenster aufgebohrt, um diese zu öffnen und ins Innere der Anwesen zu gelangen. Die Tatorte befinden sich in erster Linie im Stadtgebiet von Mellrichstadt, teilweise aber auch in Oberstreu und in Mittelstreu. Bei den insgesamt zwölf Einbrüchen waren Gegenstände erbeutet worden, deren Gesamtwert im fünfstelligen Eurobereich liegen dürfte. Darüber hinaus hatte der Einbrecher bei seinen Taten Sachschäden in Höhe von insgesamt einigen tausend Euro verursacht.

In der Hoffnung, den mutmaßlichen Serieneinbrecher ermitteln zu können, sicherte die Mellrichstadter Polizei im Zuge akribischer Tatortarbeit zahlreiche Spuren an den jeweiligen Tatorten, die seither in verschiedenen Datenbanken einliegen. Eine DNA-Spur, die im Dezember 2014 an einem Tatort in Mittelstreu gesichert wurde, führte nun zum Durchbruch bei den Ermittlungen. Die Spur kann nun einem 40-jährigen Rumänen zugeordnet werden, der in Deutschland keinen Wohnsitz hat und Anfang des Jahres nach einer Straftat in Belgien erkennungsdienstlich behandelt wurde. Gegen den dringend Tatverdächtigen ermittelt die Kriminalpolizei Würzburg und die Staatsanwaltschaft Schweinfurt nun wegen Einbruchdiebstahls in insgesamt zwölf Fällen.


Opferstock-Aufbrüche

Im November 2013 hatte sich ein zunächst Unbekannter in der Dreifaltigkeitskirche im Sondheimer Ortsteil Stetten an einem Opferstock zu schaffen gemacht. Dem Täter war es gelungen, mit einem wohl zweistelligen Geldbetrag unerkannt zu entkommen. Vermutlich war es derselbe Täter, der im Januar 2014 ein Fenster eingeschlagen hatte und dadurch in das Gotteshaus Am Kirchberg eingestiegen war. In diesem Fall war es dem bis dato Unbekannten jedoch nicht gelungen, den Opferstock aufzubrechen. Er war bei seinem Versuch gescheitert und ohne Beute geflüchtet.

In diesen beiden Fällen war es eine von der Polizeiinspektion Mellrichstadt gesicherte Fingerabdruckspur, die nun zur Identifizierung eines dringend Tatverdächtigen führte. Es handelt sich um einen mittlerweile 52-jährigen, wohnsitzlosen Mann, gegen den nun wegen des Verdachts des besonders schweren Falls des Diebstahls in zwei Fällen ermittelt wird.


Einbrüche in Wochenend-Häuser

Eine Serie von insgesamt vier Einbrüchen in Wochenend-Häuser hatte sich im Zeitraum von Januar bis März 2016 in Ostheim vor der Rhön ereignet. Der Täter hatte Schäden in Höhe von mehreren hundert Euro verursacht und unterschiedliche Gegenstände, überwiegend von geringem Wert, entwendet. Auch bei dieser Serie waren die Beamten an den Tatorten auf Spurensuche. Sie sicherten dabei DNA, die zunächst jedoch keiner Person zugeordnet werden konnte.

Nach einer Festnahme im Zusammenhang mit einem anderen Fall in Süddeutschland kann die damals gesicherte Spur nun einem 50-Jährigen zugeordnet werden. Der Mann aus Memmingen steht somit im dringenden Verdacht, die Einbrüche in Ostheim begangen zu haben.


Einbrüche in Pfarrhäuser

Erst am 11. Februar 2019 berichtete das Polizeipräsidium Unterfranken gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt über einen 42-Jährigen, dem vorgeworfen wird, im vergangenen Jahr vier Einbrüche in Pfarrhäuser im Raum Mellrichstadt begangen zu haben. Bei den Taten war meist Bargeld in unterschiedlicher Höhe entwendet worden. Der entstandene Sachschaden in diesem Zusammenhang beläuft sich insgesamt auf mehrere tausend Euro.

Auch in diesem Fall war es eine DNA-Spur, die letztlich zu dem Tatverdächtigen führte. Er wurde bei einem Wohnungseinbruch in Thüringen auf frischer Tat angetroffen und festgenommen. Er sitzt inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft.


Durch die aktuellen Ermittlungserfolge wird die Notwendigkeit qualifizierter Tatortarbeit unter Beweis gestellt. Nahezu tagtäglich sichern die Beamtinnen und Beamten der unterfränkischen Polizeidienststellen und der Kriminalpolizeiinspektionen an Tatorten Spuren, die auch noch Jahre später maßgeblich zur Ermittlung von Tatverdächtigen beitragen können.




Polizei Unterfranken

Dachstuhlbrand

14.02.2019, PP Unterfranken


WÜLFERSHAUSEN A. D. SAALE, LKR. RHÖN-GRABFELD. Ein Feuer verursachte am Mittwochmorgen erheblichen Gebäudeschaden. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf. Verletzt wurde niemand.

Gegen 07:30 Uhr entdecken Nachbarn Rauchschwaden aus dem Dach des Nachbarhauses in der Klingenstraße aufsteigen und verständigten daraufhin die Bewohner und die Feuerwehr. Die Wehren der umliegenden Ortschaften rückten mit einem Großaufgebot und insgesamt 115 Feuerwehrleuten an und konnten den Dachstuhlbrand ablöschen. Die Hausbewohner konnten das Gebäude nach ersten eigenen Löschversuchen selbstständig und unverletzt noch vor Eintreffen der Rettungskräfte verlassen. Nach ersten groben Schätzungen dürfte sich der Gebäudeschaden auf grob 250.000 Euro belaufen.

Die Kriminalpolizei Schweinfurt übernahm noch am Mittwoch die Ermittlungen zur Brandursache. Hinweise auf eine vorsätzliche Tat liegen derzeit nicht vor.


Polizei Unterfranken