Tödlicher Verkehrsunfall – 25-Jähriger verstirbt noch an der Unfallstelle

07.07.2019, PP Unterfranken


SCHWARZACH AM MAIN, LKR. KITZINGEN. Zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem ein 25-Jähriger ums Leben kam, ist es am späten Samstagabend gekommen. Den derzeitigen Erkenntnissen nach konnte eine 20-jährige Autofahrerin einem auf der Kreisstraße liegenden oder sitzenden Mann nicht mehr ausweichen und überfuhr den 25-Jährigen.

Die ersten Ermittlungen der Kitzinger Polizei haben bislang ergeben, dass sich der junge Mann wohl auf einer Feier am Main unweit der Unfallstelle befunden hatte. Übereinstimmenden Zeugenaussage nach, verließ er gegen 23.10 Uhr die Feier. Rund 20 Minuten später befuhr die 20-Jährige aus dem Landkreis Kitzingen mit ihrem Toyota die Kreisstraße von Sommerach in Richtung Gerlachshausen, als auf Höhe des Sportplatzes plötzlich der 25-Jährige auf der Straße liegend oder sitzend im Scheinwerferlicht auftauchte.

Die junge Frau versuchte noch auszuweichen, konnte jedoch einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Dabei erlitt der aus dem Landkreis Fürth stammende Mann so schwere Verletzungen, dass er trotz sofortiger Erster-Hilfe-Maßnahmen von Ersthelfern und dem alarmierten Rettungsdienst und Notarzt noch an der Unfallstelle verstarb. Die junge Autofahrerin erlitt einen Schock und musste durch den Rettungsdienst betreut werden.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft zog die Polizei Kitzingen eine Unfallsachverständige hinzu, um den Unfallhergang detailliert rekonstruieren zu können. Für die Unfallaufnahme musste die Kreisstraße bis gegen 02:30 Uhr komplett gesperrt werden.

Neben mehreren Streifen der Polizei Kitzingen und der Verkehrspolizeiinspektion Biebelried befanden sich die Freiwilligen Feuerwehren aus Stadtschwarzach und Gerlachshausen mit rund 25 Einsatzkräften an der Unfallstelle. Zusätzlich waren der Rettungsdienst, ein Notarzt sowie ein Notfallseelsorger vor Ort.


Polizei Unterfranken

TERMINHINWEIS

04.06.2019, PP Unterfranken


Das Polizeipräsidium Unterfranken begleitet auf seinem Twitterkanal (https://twitter.com/PolizeiUFR) am Freitag, 07. Juni 2019, von 12:00 bis 24:00 Uhr seine Einsatzzentrale und gibt der Bevölkerung einen Einblick in das polizeiliche Einsatzgeschehen in Unterfranken.


Twittermarathon

Für 12 Stunden möchten wir Ihnen die Vielfalt des polizeilichen Einsatzspektrums, aber auch die schnelle und professionelle Einsatzabwicklung darstellen.

Wir freuen uns auf Ihr Interesse!




Polizei Unterfranken

Pick-Up im Feld – Fahrer alkohholisiert – Polizei ermittelt

26.05.2019, PP Unterfranken


WESTHEIM, LKR. KITZINGEN. Auf der Nachhausefahrt vom Nachtdienst stellte ein Polizeibeamter der Polizeiinspektion Kitzingen am frühen Sonntagmorgen auf der Kreisstraße KT 22 einen Pkw, Pick-Up, mit laufendem Motor in einem Feld stehend fest.

Nach einer kurzen Nachschau konnte der Beamte eine offenbar bewusstlose männliche Person im Fahrzeuginneren feststellen. Da die Person, welche auf dem Fahrersitz saß, auf Klopfen und Rufen nicht reagierte, entschloss sich der Beamte, um Erste Hilfe leisten zu können, eine Scheibe zum Öffnen des Pkw einzuschlagen.

Nachdem dies geschehen war, erwachte der Mann nun doch. Es konnte, durch eine mittlerweile eintreffende Streife, starker Alkoholgeruch beim Fahrer festgestellt werden. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert jenseits der 2 Promille.

Der Fahrer, welcher offensichtlich von Lindelbach kommend Richtung Westheim gefahren ist, hierbei in einer Kurve die Kontrolle über seinen Pkw verlor und gegen einen Baum gefahren war, wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert.

Neben einer dort durchgeführten medizinischen Betreuung wurde für das Strafverfahren gegen den Mann eine Blutentnahme veranlasst. Sein Führerschein wurde zum Zwecke der Einziehung vor Ort gleich sichergestellt.

Am Pkw Dodge des Unfallbeteiligten entstand nach ersten Erkenntnissen wirtschaftlicher Totalschaden. Außerdem beschädigte der Unfallverursacher einen Leitpfosten, ein Verkehrszeichen und eine landwirtschaftliche Nutzfläche.


Polizei Unterfranken

„Weißer Kleintransporter“ entpuppt sich als harmlos – Bitte keine weitere Verbreitung im Netz

22.05.2019, PP Unterfranken


LKR. RHÖN-GRABFELD. Rasch verbreitet hatte sich seit Dienstag ein Warnhinweis in sozialen Medien. Besorgte Eltern warnten vor dem Fahrer eines weißen Lieferwagens, der zwei Kinder auf dem Heimweg von der Schule in verdächtiger Weise angesprochen haben soll. Die Polizei gibt Entwarnung! Es handelte sich um einen Paketzusteller ohne böse Absichten.

Seit vielen Jahren finden sich im Netz immer wieder Warnungen vor Kleintransportern, deren Fahrer in verdächtiger Weise Kinder ansprechen sollen. Die rasche virale Verbreitung derartiger Warnmeldungen sorgt dafür, dass eine Vielzahl von Eltern – unter Umständen auch bundesweit – plötzlich besorgt ist. Aus polizeilicher Sicht emotional durchaus nachvollziehbar. In aller Regel handelt es sich jedoch bei den Meldungen um einen sogenannten Hoax. Das ist eine Falschmeldung, die vom Empfänger für wahr gehalten und deshalb an Freunde und Bekannte weitergeleitet wird und sich dadurch verselbständigt.

Im vorliegenden Fall handelte die Mutter zweier Kinder allerdings vollkommen richtig, nachdem diese geschildert hatten, am Dienstag, gegen 15.15 Uhr, von dem Fahrer eines weißen Kleintransporters angesprochen worden zu sein. Dieser habe ihnen gesagt, dass sie eine Schildkappe bekommen, wenn sie in seinen Lieferwagen einsteigen.

Die sofort verständigte Polizei Bad Königshofen leitete entsprechende Ermittlungen hinsichtlich des Wagens und des Fahrers ein und konnte diesen bereits am Mittwoch identifizieren. Demnach handelt es sich bei dem Fahrer um einen ausländischen Paketzusteller, der glaubhaft machen konnte, keine bösen Absichten gehegt zu haben, als er die Kinder ansprach. In gebrochenem Deutsch sei es ihm lediglich darum gegangen, die Schüler auf eine auf der Straße liegende Schildmütze anzusprechen und zu fragen, ob diese sie verloren hätten. Er bedauerte das Missverständnis.

Für die Polizei ist es in jedem Fall wichtig, dass sich Eltern sofort melden, wenn ihre Kinder ihnen von derartigen Kontakten berichten. Nur so ist es für die Ermittler möglich, derartige Fälle rasch aufzuklären.


Polizei Unterfranken

Mehrere Leichtverletzte bei Verkehrsunfall

19.05.2019, PP Unterfranken


NORDHEIM, LKR. KITZINGEN. Am Sonntagabend rammte eine 19-jährige Pkw-Fahrerin ein vorfahrtsberechtigtes Fahrzeug. Durch den Zusammenstoß wurden vier Personen leicht verletzt. Neben den Einsatzkräften von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr war auch ein Rettungshubschrauber vor Ort.

Gegen 19:15 Uhr befuhr eine 19-Jährige mit ihrem Pkw den Hallburger Weg in südliche Richtung und wollte nach links in die Raiffeisenstraße einbiegen. Dem bisherigen Erkenntnisstand nach missachtete die junge Frau hierbei aus bislang unbekannter Ursache die Vorfahrt eines auf der Raiffeisenstraße kreuzenden, ortseinwärts fahrenden Mini und rammte diesen. Durch den Zusammenstoß der Fahrzeuge wurden drei 17-jährige Insassen des unfallverursachenden Audi leicht verletzt und wurden ebenso wie der leicht verletzte 43-jährige Mini-Fahrer nach der medizinischen Erstversorgung durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der durch den Unfall entstandene Gesamtsachschaden beläuft sich auf rund 35.000 Euro.

Die Polizeiinspektion Kitzingen übernahm die Ermittlungen zum Unfallhergang. Neben Polizei und Rettungsdienst waren noch Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Nordheim und ein Rettungshubschrauber vor Ort.


Polizei Unterfranken

Pferd mittels Drehleiter gerettet

19.05.2019, PP Unterfranken


OBERSTREU, LKR. RHÖN-GRABFELD. Am Samstagnachmittag mussten Polizei und Freiwillige Feuerwehr Mellrichstadt ein Pferd mittels Drehleiter retten, nachdem dieses mit den Hinterbeinen durch Bolen einer Holzbrücke brach und stecken blieb. Das Tier und dessen Reiterin blieben unverletzt.

Am Samstagnachmittag ritt ein 64-Jähriger mit seiner Enkelin aus. Gegen 16:30 Uhr überquerte der Rentner mit seinem Pferd die Streubrücke, die 14-Jährige folgte mit ihrem Pferd. Unter der Last des zweiten Pferdes brach eine Bole und das Tier blieb mit beiden Hinterbeinen stecken. Es konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien. Ein hinzugerufener Veterinär betäubte den Haflinger, damit dieser von der Freiwilligen Feuerwehr Mellrichstadt mittels Drehleiter geborgen werden konnte. Dank des umsichtigen Eingreifens der Retter blieb das Pferd ohne größere Verletzungen. Wenig später konnte es auch schon wieder selbständig aufstehen.

Die Streubrücke wurde von der Feuerwehr bis auf weiteres gesperrt.


Polizei Unterfranken

48-Jährige vermisst – Wer kann Hinweise geben?

18.04.2019, PP Unterfranken


OBERAURACH, LKR. HASSBERGE, BAMBERG UND FRANKFURT A.MAIN. Seit vergangenem Freitag wird die 48-jährige Manuela Eberhart aus Oberaurach vermisst. Ihre Spur führt nach Erkenntnissen der Haßfurter Polizei zunächst nach Bamberg und dann weiter nach Frankfurt am Main.


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Vermisste
Foto: Polizei

Am Freitagmittag (12.04.2019) verließ die Frau gemeinsam mit ihrem schwarzen Hund der Rasse „Spitz“ ihr Wohnhaus im Ortsteil Kirchaich und ist seitdem spurlos verschwunden. Die Haßfurter Polizei kann nicht ausschließen, dass ihr etwas zugestoßen ist. Hinweise auf eine Straftat, die im Zusammenhang mit ihrem Verschwinden stehen könnte, liegen allerdings derzeit nicht vor.

Die Polizei hat zwischenzeitlich sämtliche Kontaktadressen überprüft. Den Erkenntnissen zufolge lief die 48-Jährige mit ihrem Hund in Richtung Eltmann und fuhr mit dem Zug nach Bamberg. Dort wurde sie am Samstag, den 13.04.2019, um 06:30 Uhr von der Bundespolizei im Bahnhof angetroffen und kontrolliert, da sie verbotswidrig rauchte. Zu diesem Zeitpunkt war sie allerdings noch nicht als vermisst gemeldet. Dies erfolgte erst am Montag durch Angehörige.

Vermutlich fuhr Frau Eberhart von Bamberg aus mit dem Zug weiter nach Frankfurt a. Main. Dort wurde am Samstag ihr Hund am Hauptbahnhof gegen 18.00 Uhr herrenlos gefunden und ins Tierheim gebracht. Weitere Hinweise liegen der Polizei derzeit nicht vor. Deswegen bitten die Beamten jetzt die Öffentlichkeit um deren Mithilfe.


  • Wer hat die Vermisste seit Samstagvormittag gesehen?
  • Wer kann Angaben zu ihrem derzeitigen Aufenthaltsort machen?


Von Frau Eberhart liegt folgende Beschreibung vor:

Sie ist 180 Zentimeter groß, hat eine schlanke Figur und trug eine schwarze Lederjacke, hellgraue Sportschuhe, Jeans und ein weiß-rot gestreiftes T-Shirt.


Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizeiinspektion Haßfurt unter Tel. 09521/927-0.


Polizei Unterfranken

Ober- und unterfränkische Kontrollaktion gegen berauschte Lastwagenfahrer

15.04.2019, PP Unterfranken


Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und des Polizeipräsidiums Oberfranken vom 15.04.2019

OBERFRANKEN/UNTERFRANKEN. Mit mehreren großangelegten Kontrollstellen in den Regierungsbezirken Ober- und Unterfranken nahmen Polizeibeamte am Sonntagabend zahlreiche Fahrer des Schwerlastverkehrs unter die Lupe. Vorrangiges Ziel dieser Kontrollaktion war, zu verhindern, dass sich berauschte Brummifahrer nach dem Wochenendfahrverbot ans Steuer ihrer schweren Fahrzeuge setzen.

An insgesamt rund 30 Rastanlagen und Autohöfen an den Autobahnen A3, A7, A73, A9, und A93 richteten die Beamten der insgesamt sieben ober- und unterfränkischen Verkehrspolizeiinspektionen am Sonntagabend ihre Kontrollstellen ein. Die Verkehrsspezialisten erhielten Unterstützung von ihren Kollegen der Operativen Ergänzungsdienste und weiterer umliegender Dienststellen sowie der Bereitschaftspolizei. Bei den ganzheitlichen Kontrollen des Schwerlastverkehrs richteten die Beamten ihr Augenmerk insbesondere auf die Fahrtüchtigkeit der Lastwagenfahrer, die sich mit Ende des Wochenendfahrverbotes am Sonntagabend, um 22 Uhr, wieder ans Steuer ihrer Fahrzeuge setzten.


Bilanz aus Oberfranken

In der Zeit von Sonntagabend, 20 Uhr bis 22 Uhr, kontrollierten die oberfränkischen Polizisten über 320 Lastwagenfahrer und deren Fahrzeuge. Elf Fahrer waren zum Kontrollzeitpunkt fahruntüchtig, weil sie Alkohol konsumiert hatten. Die Polizeibeamten konnten durch die präventiven Kontrollen verhindern, dass sich die Fahrer ans Steuer setzten und somit andere Verkehrsteilnehmer gefährden.

Einen betrunkenen Lastwagenfahrer trafen die Beamten bereits während der Fahrt an. Er muss sich nun strafrechtlich wegen Trunkenheit im Straßenverkehr verantworten. Im Rahmen der ganzheitlichen Kontrollen zogen die Beamten auch zwei Autofahrer aus dem Verkehr, weil sie unter dem Einfluss von Drogen standen.

Zudem stellten die Polizisten an zwei kontrollierten Lastwagen technische Mängel fest. 16 Brummifahrer verstießen gegen die für sie geltenden Sozialvorschriften, was Anzeigen nach dem Fahrpersonalrecht zur Folge hatte. Außerdem stellten die Beamten zwei Verstöße nach dem Gefahrgutrecht und rund 20 Verstöße gegen die Verkehrsvorschriften fest.


Bilanz aus Unterfranken

Während der präventiven Kontrollen – im Zeitraum von 20 Uhr bis 22 Uhr – erfolgte auf den Rastanlagen im Bereich der unterfränkischen Polizei die Kontrolle von insgesamt 57 Fahrzeugen. Insgesamt vier Fahrzeugführern musste in der Folge auf Grund ihrer Alkoholisierung die Weiterfahrt untersagt werden.

Im Rahmen der Verkehrskontrollen im fließenden Verkehr konnte bei 123 Lastwagen erfreulicherweise bei keinem Fahrzeugführer alkohol- oder drogenbedingte Ausfallerscheinungen festgestellt werden. Zudem stellten die Einsatzkräfte vier Verstöße nach dem Fahrpersonalrecht, fünf Verstöße nach dem Gefahrgutrecht, sowie diverse Verkehrsverstöße fest.
Sämtliche Lastwagenfahrer zeigten für die Kontrollen Verständnis und verhielten sich kooperativ. Um die Sicherheit des Straßenverkehrs weiterhin zu verbessern, werden die Oberfränkische und die Unterfränkische Polizei auch zukünftig an derartigen Kontrollaktionen festhalten.


Polizei Unterfranken

24-Stunden-Blitzmarathon in Unterfranken – Knapp 400 Verkehrsteilnehmer beanstandet – Spitzenreiter 74 km/h zu schnell

04.04.2019, PP Unterfranken


UNTERFRANKEN. Im Rahmen des bundesweiten „24-Stunden-Blitzmarathons“ 2019 hat die unterfränkische Polizei von Mittwoch auf Donnerstag an rund 90 Messstellen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Ziel der Aktion war es, bei den Verkehrsteilnehmern eine nachhaltige Verhaltensänderung zu erreichen, damit sie sich auf Dauer an bestehende Verkehrsregeln, insbesondere an Geschwindigkeitsbegrenzungen, halten. Zudem sollten Verkehrsteilnehmer für die Gefahren nicht angepasster Geschwindigkeit sensibilisiert werden.

Auch im Jahr 2018 war überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit Hauptunfallursache bei folgenschweren Verkehrsunfällen mit schwer verletzten bzw. getöteten Personen. Allein in Unterfranken wurden bei Geschwindigkeitsunfällen 758 Personen verletzt. Insgesamt 19 und damit fast jeder dritte getötete Verkehrsteilnehmer in Unterfranken verlor bei Geschwindigkeitsunfällen sein Leben. Durch Kontrollaktionen, wie zum Beispiel auch solcher im Rahmen des 24-Stunden-Blitzmarathons, sollen insbesondere Verkehrsunfälle vermieden und die Zahl von Verletzten und Getöteten minimiert werden.

Wie nachhaltig Aktionen wie der Blitzmarathon sind, beweist auch eine unabhängige Studie. Demzufolge wird das Fahrverhalten der Bevölkerung auch noch nach den eigentlichen Kontrollen beeinflusst. Insbesondere Autofahrer sind langsamer unterwegs und halten die Geschwindigkeitsbeschränkungen ein, was sich auf die Verkehrssicherheit auf den Straßen positiv auswirkt. Erfahrungsgemäß hält die Wirkung der Kontrollen durchaus noch an, auch wenn die Messgeräte längst abgebaut sind.

Im Zeitraum von Mittwoch, 06.00 Uhr, bis Donnerstag, 06.00 Uhr, wurden unterfrankenweit rund 90 Messstellen eingerichtet. Die Örtlichkeiten waren bereits im Vorfeld im Internet und via Social Media gezielt und transparent veröffentlicht worden. Mit rund 18.000 Fahrzeugen fuhren knapp 5.000 Fahrzeuge weniger an den Messfahrzeugen vorbei als im Vorjahr. Dies dürfte insbesondere auf die schlechten Wetterbedingungen zurückzuführen sein. Darüber hinaus wurden unter anderem auch an ausgewählten Unfallschwerpunkten Kontrollen mit dem Laserhandmessgerät durchgeführt.

Beim diesjährigen „Blitzmarathon“ mussten in Unterfranken 420 Verkehrsteilnehmer beanstandet werden, die mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs waren. Der deutliche Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (692) ist insbesondere auf die Gesamtzahl der gemessenen Fahrzeuge zurückzuführen.

Spitzenreiter der Kontrollaktion 2019 war ein Seat-Fahrer aus dem Landkreis Bad Neustadt an der Saale, der an der B285 bei Mellrichstadt bei erlaubten „100“ 74 km/h zu schnell fuhr. Neben einem Bußgeld von 880 € muss der Mann mit einem zweimonatigen Fahrverbot und zwei Punkten in der sogenannten „Verkehrssünderdatei“ rechnen.

Mit Ausnahme weniger Ausreißer fällt die Bilanz des unterfränkischen Blitzmarathons insgesamt sehr positiv aus. Nicht die Zahl der Verkehrsteilnehmer, die beanstandet werden mussten, sondern die Tatsache, dass die Fahrzeugführer zumeist vorsichtig und mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs waren und an den Kontrollstellen auch großes Verständnis für die Aktion hatten, zeigt, dass die Aktion gelungen war.

Auch wenn der Blitzmarathon nun vorbei ist, werden weiterhin Kontrollen und Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Die unterfränkische Polizei appelliert an die Verkehrsteilnehmer, sich auch weiterhin an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten und ihre Geschwindigkeit den Straßen- und Witterungsverhältnissen anzupassen. Dies alles dient einer stets unfallfreien Fahrt.

Das Polizeipräsidium Unterfranken wünscht allen Verkehrsteilnehmern auf den unterfränkischen Straßen allzeit gute und sichere Fahrt!


Polizei Unterfranken

Wolfgang Gmelch in den Ruhestand verabschiedet – Emotionaler Abschied des langjährigen Leiters der Marktheidenfelder Inspektion

29.03.2019, PP Unterfranken


MARKTHEIDENFELD. Nachdem er zehn Jahre an der Spitze der Marktheidenfelder Inspektion gestanden war, verabschiedete Polizeipräsident Gerhard Kallert Ersten Polizeihauptkommissar Wolfgang Gmelch am Dienstag in den Ruhestand. Zeitgleich stellte er dessen Interimsnachfolger, Polizeioberkommissar Nicolas Rumpel, vor. Er wird die Dienststelle ab dem 1. April für sechs Monate leiten.


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v.l.n.r. Erste Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder, Polizeipräsident Gerhard Kallert, Erster Polizeihauptkommissar Wolfgang Gmelch mit Ehefrau Christiane, Polizeioberkommissar Nicolas Rumpel und Landrat Thomas Schiebel Foto: Polizei

Polizeipräsident Gerhard Kallert hatte für den Dienstagvormittag zu einer Feierstunde in den stimmungsvollen Gewölbekeller des Franck-Hauses geladen und der Einladung waren zahlreiche Gäste gefolgt. Der Polizeipräsident und auch die erste Bürgermeisterin Frau Helga Schmidt-Neder sowie der Landrat Herr Thomas Schiebel, die beide Grußworte sprachen, fanden viele Worte des Lobes für den scheidenden Leiter der Polizeiinspektion. Gute zehn Jahre lang stand Wolfgang Gmelch an der Spitze der Marktheidenfelder Dienststelle und er machte seine Sache gut.

Gerhard Kallert stellte in seiner Rede nicht nur die Tatsache heraus, dass im Dienstbereich der Polizeiinspektion Markteidenfeld Sicherheit groß geschrieben wird und die Beamtinnen und Beamten unter der Führung des Ersten Polizeihauptkommissars erstklassige Arbeit leisteten. Er würdigte auch Wolfgang Gmelch als Person, der selbst nicht nur hinter seiner Mannschaft stand, sondern auch neben ihr. Der jetzt 61-Jährige war aus persönlichem Interesse immer gern selbst Teil der Mannschaft und hat sich wenn Not am Mann war auch mal am frühen Sonntagmorgen selbst mit in den Streifenwagen gesetzt. Prävention, Präsenz und Persönlichkeit – mit dieser Alliteration beschrieb Gerhard Kallert treffend den Mann, der eine Lücke bei der Polizeiinspektion Marktheidenfeld hinterlassen wird.

Nun wird Nicolas Rumpel ab dem 1. April im Rahmen der Führungsbewährung für die 4. Qualifikationsebene (früher höherer Dienst) als Interimsnachfolger für sechs Monate die Leitung der Inspektion übernehmen. Der 38-Jährige, der in Eibelstadt wohnhaft ist, bedankte sich in seiner Rede für die ihm bereits jetzt entgegengebrachte Offenheit sowie herzliche Aufnahme und sicherte den Kollegen und den Sicherheitspartnern zu, das von Wolfgang Gmelch geknüpfte Netzwerk gleichermaßen zu pflegen und beispielsweise den geplanten Drogenpräventionsprojekte auch weiterhin große Beachtung zu schenken. Gerhard Kallert sicherte dem Polizeioberkommissar die Unterstützung und das Vertrauen des Polizeipräsidiums zu.

Als der Polizeipräsident Wolfgang Gmelch die Ruhestandsurkunde überreichte, wünschte er ihm für die kommende Zeit vor allem Gesundheit und Zufriedenheit. Und viel Zeit für eigene Herzensangelegenheiten wie gemeinsame Reisen, denn Wolfgang Gmelch und seine Ehefrau waren erst kurz vor der Veranstaltung von einer mehrwöchigen Reise durch Asien zurückgekehrt.

Für Begeisterung sorgte das Schulorchester des Balthasar-Neumann-Gymnasiums unter der Leitung von Frau Verena Hein-Schmitt, die mit einer treffenden Stückauswahl und klangvollen Stücken die Veranstaltung ganz wunderbar umrahmten.


Polizei Unterfranken