Ober- und unterfränkische Kontrollaktion gegen berauschte Lastwagenfahrer

15.04.2019, PP Unterfranken


Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und des Polizeipräsidiums Oberfranken vom 15.04.2019

OBERFRANKEN/UNTERFRANKEN. Mit mehreren großangelegten Kontrollstellen in den Regierungsbezirken Ober- und Unterfranken nahmen Polizeibeamte am Sonntagabend zahlreiche Fahrer des Schwerlastverkehrs unter die Lupe. Vorrangiges Ziel dieser Kontrollaktion war, zu verhindern, dass sich berauschte Brummifahrer nach dem Wochenendfahrverbot ans Steuer ihrer schweren Fahrzeuge setzen.

An insgesamt rund 30 Rastanlagen und Autohöfen an den Autobahnen A3, A7, A73, A9, und A93 richteten die Beamten der insgesamt sieben ober- und unterfränkischen Verkehrspolizeiinspektionen am Sonntagabend ihre Kontrollstellen ein. Die Verkehrsspezialisten erhielten Unterstützung von ihren Kollegen der Operativen Ergänzungsdienste und weiterer umliegender Dienststellen sowie der Bereitschaftspolizei. Bei den ganzheitlichen Kontrollen des Schwerlastverkehrs richteten die Beamten ihr Augenmerk insbesondere auf die Fahrtüchtigkeit der Lastwagenfahrer, die sich mit Ende des Wochenendfahrverbotes am Sonntagabend, um 22 Uhr, wieder ans Steuer ihrer Fahrzeuge setzten.


Bilanz aus Oberfranken

In der Zeit von Sonntagabend, 20 Uhr bis 22 Uhr, kontrollierten die oberfränkischen Polizisten über 320 Lastwagenfahrer und deren Fahrzeuge. Elf Fahrer waren zum Kontrollzeitpunkt fahruntüchtig, weil sie Alkohol konsumiert hatten. Die Polizeibeamten konnten durch die präventiven Kontrollen verhindern, dass sich die Fahrer ans Steuer setzten und somit andere Verkehrsteilnehmer gefährden.

Einen betrunkenen Lastwagenfahrer trafen die Beamten bereits während der Fahrt an. Er muss sich nun strafrechtlich wegen Trunkenheit im Straßenverkehr verantworten. Im Rahmen der ganzheitlichen Kontrollen zogen die Beamten auch zwei Autofahrer aus dem Verkehr, weil sie unter dem Einfluss von Drogen standen.

Zudem stellten die Polizisten an zwei kontrollierten Lastwagen technische Mängel fest. 16 Brummifahrer verstießen gegen die für sie geltenden Sozialvorschriften, was Anzeigen nach dem Fahrpersonalrecht zur Folge hatte. Außerdem stellten die Beamten zwei Verstöße nach dem Gefahrgutrecht und rund 20 Verstöße gegen die Verkehrsvorschriften fest.


Bilanz aus Unterfranken

Während der präventiven Kontrollen – im Zeitraum von 20 Uhr bis 22 Uhr – erfolgte auf den Rastanlagen im Bereich der unterfränkischen Polizei die Kontrolle von insgesamt 57 Fahrzeugen. Insgesamt vier Fahrzeugführern musste in der Folge auf Grund ihrer Alkoholisierung die Weiterfahrt untersagt werden.

Im Rahmen der Verkehrskontrollen im fließenden Verkehr konnte bei 123 Lastwagen erfreulicherweise bei keinem Fahrzeugführer alkohol- oder drogenbedingte Ausfallerscheinungen festgestellt werden. Zudem stellten die Einsatzkräfte vier Verstöße nach dem Fahrpersonalrecht, fünf Verstöße nach dem Gefahrgutrecht, sowie diverse Verkehrsverstöße fest.
Sämtliche Lastwagenfahrer zeigten für die Kontrollen Verständnis und verhielten sich kooperativ. Um die Sicherheit des Straßenverkehrs weiterhin zu verbessern, werden die Oberfränkische und die Unterfränkische Polizei auch zukünftig an derartigen Kontrollaktionen festhalten.


Polizei Unterfranken

24-Stunden-Blitzmarathon in Unterfranken – Knapp 400 Verkehrsteilnehmer beanstandet – Spitzenreiter 74 km/h zu schnell

04.04.2019, PP Unterfranken


UNTERFRANKEN. Im Rahmen des bundesweiten „24-Stunden-Blitzmarathons“ 2019 hat die unterfränkische Polizei von Mittwoch auf Donnerstag an rund 90 Messstellen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Ziel der Aktion war es, bei den Verkehrsteilnehmern eine nachhaltige Verhaltensänderung zu erreichen, damit sie sich auf Dauer an bestehende Verkehrsregeln, insbesondere an Geschwindigkeitsbegrenzungen, halten. Zudem sollten Verkehrsteilnehmer für die Gefahren nicht angepasster Geschwindigkeit sensibilisiert werden.

Auch im Jahr 2018 war überhöhte bzw. nicht angepasste Geschwindigkeit Hauptunfallursache bei folgenschweren Verkehrsunfällen mit schwer verletzten bzw. getöteten Personen. Allein in Unterfranken wurden bei Geschwindigkeitsunfällen 758 Personen verletzt. Insgesamt 19 und damit fast jeder dritte getötete Verkehrsteilnehmer in Unterfranken verlor bei Geschwindigkeitsunfällen sein Leben. Durch Kontrollaktionen, wie zum Beispiel auch solcher im Rahmen des 24-Stunden-Blitzmarathons, sollen insbesondere Verkehrsunfälle vermieden und die Zahl von Verletzten und Getöteten minimiert werden.

Wie nachhaltig Aktionen wie der Blitzmarathon sind, beweist auch eine unabhängige Studie. Demzufolge wird das Fahrverhalten der Bevölkerung auch noch nach den eigentlichen Kontrollen beeinflusst. Insbesondere Autofahrer sind langsamer unterwegs und halten die Geschwindigkeitsbeschränkungen ein, was sich auf die Verkehrssicherheit auf den Straßen positiv auswirkt. Erfahrungsgemäß hält die Wirkung der Kontrollen durchaus noch an, auch wenn die Messgeräte längst abgebaut sind.

Im Zeitraum von Mittwoch, 06.00 Uhr, bis Donnerstag, 06.00 Uhr, wurden unterfrankenweit rund 90 Messstellen eingerichtet. Die Örtlichkeiten waren bereits im Vorfeld im Internet und via Social Media gezielt und transparent veröffentlicht worden. Mit rund 18.000 Fahrzeugen fuhren knapp 5.000 Fahrzeuge weniger an den Messfahrzeugen vorbei als im Vorjahr. Dies dürfte insbesondere auf die schlechten Wetterbedingungen zurückzuführen sein. Darüber hinaus wurden unter anderem auch an ausgewählten Unfallschwerpunkten Kontrollen mit dem Laserhandmessgerät durchgeführt.

Beim diesjährigen „Blitzmarathon“ mussten in Unterfranken 420 Verkehrsteilnehmer beanstandet werden, die mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs waren. Der deutliche Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (692) ist insbesondere auf die Gesamtzahl der gemessenen Fahrzeuge zurückzuführen.

Spitzenreiter der Kontrollaktion 2019 war ein Seat-Fahrer aus dem Landkreis Bad Neustadt an der Saale, der an der B285 bei Mellrichstadt bei erlaubten „100“ 74 km/h zu schnell fuhr. Neben einem Bußgeld von 880 € muss der Mann mit einem zweimonatigen Fahrverbot und zwei Punkten in der sogenannten „Verkehrssünderdatei“ rechnen.

Mit Ausnahme weniger Ausreißer fällt die Bilanz des unterfränkischen Blitzmarathons insgesamt sehr positiv aus. Nicht die Zahl der Verkehrsteilnehmer, die beanstandet werden mussten, sondern die Tatsache, dass die Fahrzeugführer zumeist vorsichtig und mit angepasster Geschwindigkeit unterwegs waren und an den Kontrollstellen auch großes Verständnis für die Aktion hatten, zeigt, dass die Aktion gelungen war.

Auch wenn der Blitzmarathon nun vorbei ist, werden weiterhin Kontrollen und Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Die unterfränkische Polizei appelliert an die Verkehrsteilnehmer, sich auch weiterhin an die Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten und ihre Geschwindigkeit den Straßen- und Witterungsverhältnissen anzupassen. Dies alles dient einer stets unfallfreien Fahrt.

Das Polizeipräsidium Unterfranken wünscht allen Verkehrsteilnehmern auf den unterfränkischen Straßen allzeit gute und sichere Fahrt!


Polizei Unterfranken

Wolfgang Gmelch in den Ruhestand verabschiedet – Emotionaler Abschied des langjährigen Leiters der Marktheidenfelder Inspektion

29.03.2019, PP Unterfranken


MARKTHEIDENFELD. Nachdem er zehn Jahre an der Spitze der Marktheidenfelder Inspektion gestanden war, verabschiedete Polizeipräsident Gerhard Kallert Ersten Polizeihauptkommissar Wolfgang Gmelch am Dienstag in den Ruhestand. Zeitgleich stellte er dessen Interimsnachfolger, Polizeioberkommissar Nicolas Rumpel, vor. Er wird die Dienststelle ab dem 1. April für sechs Monate leiten.


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v.l.n.r. Erste Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder, Polizeipräsident Gerhard Kallert, Erster Polizeihauptkommissar Wolfgang Gmelch mit Ehefrau Christiane, Polizeioberkommissar Nicolas Rumpel und Landrat Thomas Schiebel Foto: Polizei

Polizeipräsident Gerhard Kallert hatte für den Dienstagvormittag zu einer Feierstunde in den stimmungsvollen Gewölbekeller des Franck-Hauses geladen und der Einladung waren zahlreiche Gäste gefolgt. Der Polizeipräsident und auch die erste Bürgermeisterin Frau Helga Schmidt-Neder sowie der Landrat Herr Thomas Schiebel, die beide Grußworte sprachen, fanden viele Worte des Lobes für den scheidenden Leiter der Polizeiinspektion. Gute zehn Jahre lang stand Wolfgang Gmelch an der Spitze der Marktheidenfelder Dienststelle und er machte seine Sache gut.

Gerhard Kallert stellte in seiner Rede nicht nur die Tatsache heraus, dass im Dienstbereich der Polizeiinspektion Markteidenfeld Sicherheit groß geschrieben wird und die Beamtinnen und Beamten unter der Führung des Ersten Polizeihauptkommissars erstklassige Arbeit leisteten. Er würdigte auch Wolfgang Gmelch als Person, der selbst nicht nur hinter seiner Mannschaft stand, sondern auch neben ihr. Der jetzt 61-Jährige war aus persönlichem Interesse immer gern selbst Teil der Mannschaft und hat sich wenn Not am Mann war auch mal am frühen Sonntagmorgen selbst mit in den Streifenwagen gesetzt. Prävention, Präsenz und Persönlichkeit – mit dieser Alliteration beschrieb Gerhard Kallert treffend den Mann, der eine Lücke bei der Polizeiinspektion Marktheidenfeld hinterlassen wird.

Nun wird Nicolas Rumpel ab dem 1. April im Rahmen der Führungsbewährung für die 4. Qualifikationsebene (früher höherer Dienst) als Interimsnachfolger für sechs Monate die Leitung der Inspektion übernehmen. Der 38-Jährige, der in Eibelstadt wohnhaft ist, bedankte sich in seiner Rede für die ihm bereits jetzt entgegengebrachte Offenheit sowie herzliche Aufnahme und sicherte den Kollegen und den Sicherheitspartnern zu, das von Wolfgang Gmelch geknüpfte Netzwerk gleichermaßen zu pflegen und beispielsweise den geplanten Drogenpräventionsprojekte auch weiterhin große Beachtung zu schenken. Gerhard Kallert sicherte dem Polizeioberkommissar die Unterstützung und das Vertrauen des Polizeipräsidiums zu.

Als der Polizeipräsident Wolfgang Gmelch die Ruhestandsurkunde überreichte, wünschte er ihm für die kommende Zeit vor allem Gesundheit und Zufriedenheit. Und viel Zeit für eigene Herzensangelegenheiten wie gemeinsame Reisen, denn Wolfgang Gmelch und seine Ehefrau waren erst kurz vor der Veranstaltung von einer mehrwöchigen Reise durch Asien zurückgekehrt.

Für Begeisterung sorgte das Schulorchester des Balthasar-Neumann-Gymnasiums unter der Leitung von Frau Verena Hein-Schmitt, die mit einer treffenden Stückauswahl und klangvollen Stücken die Veranstaltung ganz wunderbar umrahmten.


Polizei Unterfranken

Entweichung aus Unterbringung gem. § 64 StGB

20.03.2019, PP Unterfranken


Eugen Sichwart startete mit zwei weiteren Probanden einen Ausbruchsversuch aus der geschlossenen Abteilung des Bezirkskrankenhauses in Lohr am Main. Während das Klinikpersonal zwei der Männer noch auf dem Gelände der Klinik ergreifen konnte, gelang Eugen Sichwart die Flucht. Die Polizei Lohr am Main fahndet seitdem intensiv nach dem Mann und bittet um Zeugenhinweise.


Sichwart Eugen Sichwart

03.06.1981 Dshany-Turmysch kirgisisch

174 schlank deutsch

blau mittelbraun männlich

Tätowierung Oberarm links „Herz“
Bekleidung: Dunkle Jogginghose, T-Shirt, dunkler Pullover
Der 37-Jährige hatte dem aktuellen Sachstand nach gemeinsam mit zwei weiteren Probanden gegen 22.15 Uhr gewaltsam die Verriegelung eines Fensters in einem Aufenthaltsraum aufgebrochen und anschließend versucht, vom Innenhof aus die Umzäunung des Geländes zu überwinden. Während das Klinikpersonal zwei der Männer noch auf dem Klinikgelände ergreifen konnte, gelang Eugen Sichwart die Flucht.

Die Polizei aus Lohr am Main hat umgehend intensive Fahndungsmaßnahmen eingeleitet und dabei auch Unterstützungskräfte einbezogen. Bislang führt die Fahndung nicht zur Ergreifung des Mannes, der seit Mitte 2018 unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung im Bezirkskrankenhaus in Lohr am Main untergebracht ist.

Polizeiinspektion Lohr a.Main
Hauptstraße 52
97816 Lohr a.Main

Telefon: 09352/8741-0
Fax: 09352/8741-69
Die Polizei ist auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Bitte verwenden Sie unser Hinweisformular.

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Polizei Unterfranken

Sicherheitsbilanz 2018 für den Regierungsbezirk Unterfranken

20.03.2019, PP Unterfranken


Im Rahmen einer Pressekonferenz am 20. März 2019 stellte Polizeipräsident Gerhard Kallert im Polizeipräsidium die Statistik zur Kriminalitätslage und zum Einsatzgeschehen aus dem Jahr 2018 vor. Ihm zur Seite stand mit dem Leitendem Kriminaldirektor Matthias Weber der Leiter des Sachgebietes E3.


Unterfranken ist im bayernweiten Vergleich auch weiterhin einer der sichersten Regierungsbezirke. Unterfranken steht mit einer Aufklärungsquote von 70,3 Prozent – dem höchsten Wert der letzten 25 Jahre an zweiter Stelle. Die Zahl der Straftaten ist insgesamt um 3,3 Prozent auf 54.714 Fälle gestiegen, war jedoch maßgeblich durch eine Serie von 1560 Sachbeschädigung an Kfz (sog. „Lackkratzer-Serie) beeinflusst. Die Kriminalitätsbelastung in Unterfranken ist weiterhin sehr niedrig, die Häufigkeitszahl ist mit 4.166 die zweitniedrigste im ganzen Freistaat.

Sehr erfreulich ist der erneut deutliche Rückgang im Bereich der Wohnungseinbruchskriminalität. So sind die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr von 422 Fällen auf 338 Fälle gefallen.

Ein starker Anstieg um fast 50 Prozent ist im Bereich des sogenannten Callcenterbetrugs zu verzeichnen. Insbesondere im Phänomenbereich „Falsche Polizeibeamte“ gab es einen Sprung von 564 auf 1352 Fälle. Die Schadenssummen liegen erstmals über der Millionengrenze. Auch im Bereich der Rauschgiftkriminalität sind steigende Fallzahlen festzustellen. Das hier startende Präventionsprojekt an unterfränkischen Schulen nimmt weiter Gestalt an.

Neben der Aufrechterhaltung des hohen Sicherheitsstandard und der Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls werden die Schwerpunkte im Jahr 2019 im Bereich der Rauschgiftkriminalität – sowohl repressiv als auch präventiv – gesetzt.



Polizei Unterfranken

Betrunkener Autofahrer flüchtet vor der Polizei

10.03.2019, PP Unterfranken


KITZINGEN. In der Nacht von Samstag auf Sonntag kam einer Polizeistreife in der Kitzinger Siedlung ein Pkw entgegen, an dem keine Kennzeichen angebracht waren. Nachdem der Fahrer, der zudem keinen Sicherheitsgurt getragen hatte, offensichtlich den Streifenwagen erkannt hatte, fuhr dieser mit hoher Geschwindigkeit auf die B 8 in Richtung Stadtmitte und bog nach rechts in Richtung Etwashausen ab. Dabei kam ihm ein Pkw BMW entgegen.

Der BMW-Fahrer konnte durch ein geschicktes Ausweichmanöver einen Frontalzusammenstoß gerade noch verhindern. Der Pkw ohne Kennzeichen, ein roter VW Polo, kam nach links ab, prallte zunächst gegen einen Holzpfeiler und anschließend noch gegen vier geparkte Pkw.

Der 26-jährige Fahrer des VW Polo stieg aus und ergriff zunächst zu Fuß die Flucht. Er konnte aber schnell von den Polizeibeamten eingeholt und festgenommen werden. Bei einem Alkoholtest wurden umgerechnet 2,52 Promille gemessen. Deshalb wurde bei ihm auch eine Blutprobe entnommen. Dabei wurde auch festgestellt, dass er Hakenkreuze auf seinen Unterarm gezeichnet hatte. Einen Führerschein besitzt er nicht.

Gegen den jungen Mann wird wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Vergehen nach dem Kraftfahrzeugsteuergesetz und Pflichtversicherungsgesetz und wegen Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt.


Polizei Unterfranken

Unterfränkische Verkehrsunfallstatistik 2018

07.03.2019, PP Unterfranken


REGIERUNGSBEZIRK UNTERFRANKEN. Im Jahr 2018 ist die Zahl der Verkehrsunfälle weiter leicht angestiegen und befindet sich auf einem Höchststand. Erfreulicherweise sind die Zahlen der getöteten und verletzten Verkehrsteilnehmern weiterhin rückläufig.

Fast jeder dritte Getötete Verkehrsteilnehmer verlor sein Leben bei einem Geschwindigkeitsunfall. Insgesamt gingen jedoch die Gesamtzahlen der Geschwindigkeitsunfälle und er dabei Verletzten deutlich gegen über den Vorjahren zurück. Auch die Anzahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen ging im vergangen Jahr, trotz höhere Einsatzstunden, zurück.



Polizei Unterfranken

Der Fasching steht vor der Tür – die Polizei sorgt auch in der närrischen Zeit für Ihre Sicherheit

22.02.2019, PP Unterfranken


UNTERFRANKEN. Die Faschingszeit steht bevor und ehe die großen Umzüge und Feierlichkeiten starten, möchte die unterfränkische Polizei die Gelegenheit nutzen, sich im Vorfeld an die Feiernden zu wenden. Denn die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger ist uns auch in der fünften Jahreszeit ein wichtiges Anliegen.

Das Auto im Straßengraben – der Führerschein weg und der Fahrer im Krankenhaus. So sollte die Faschingsparty nach Vorstellung der Polizei nicht enden. Aus diesem Grund werden gerade in dieser Zeit wieder verstärkt Streifen unterwegs sein, die für Ihre Sicherheit sorgen. Auch in diesem Jahr liegt der Schwerpunkt der Kontrollen wieder auf den Themen Jugendschutz und der Vermeidung von Trunkenheitsfahrten. Denn die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass gerade in der närrischen Zeit leider immer wieder Jugendliche mit erheblichen Promillewerten in Kliniken eingeliefert werden und Feiernde sich alkoholisiert oder auch unter Drogeneinfluss hinters Steuer setzen. Die Zahl der Unfälle, die durch Fahrer unter Alkoholeinfluss verursacht wurden, hatte 2018 mit 17 im Vergleich zu 9 im Vorjahr merklich zugenommen. In vielen anderen Fällen konnten die nicht mehr fahrtüchtigen Faschingsfans durch die Beamten aus dem Verkehr gezogen werden bzw. es wurden vorsorglich ihre Autoschlüssel sichergestellt, um Unfälle zu vermeiden.

So ist es uns auch in diesem Jahr ein wichtiges Anliegen, Alkoholfahrten zu verhindern. Deshalb bittet die unterfränkische Polizei schon jetzt alle Faschingsnarren, sich rechtzeitig Gedanken zu machen, wie sie sicher nach Hause kommen. Ob man sich eine Mitfahrgelegenheit organisiert oder auf öffentliche Verkehrsmittel wie Bus oder Taxi zurückgreift, den Führerschein oder die Verkehrssicherheit sollte man in jedem Fall nicht aufs Spiel setzen. Denn gerade in der Feierlaune wird die eigene Fahrtüchtigkeit oft überschätzt und die Folgen einer Fahrt in diesem Zustand unterschätzt – lassen Sie Ihr Fahrzeug daher stehen wenn Sie Alkohol getrunken haben, und kommen Sie sicher an.

Doch nicht nur im Straßenverkehr macht sich der Alkohol zur Faschingszeit bemerkbar. Oft ist es auch seine enthemmende Wirkung, die ihren Anteil an Streitigkeiten bis hin zu Körperverletzungen oder anderen Delikten hat. Einige können auch schwer einschätzen, wann sie genug haben – was für die Gesundheit nicht ohne Folgen bleibt. Achten Sie also auch während der Faschingsfeierlichkeiten auf sich, damit Sie die närrische Zeit ohne Reue genießen können.

Auch der Jugendschutz liegt uns während der fünften Jahreszeit ganz besonders am Herzen. Denn oft können unsere Jüngsten noch nicht richtig abschätzen, wie sich übermäßiger Alkoholkonsum und andere berauschende Stoffe wie Cannabis und neue psychoaktive Substanzen, sog. „Legal Highs“, auf sie auswirken. So endeten auch im letzten Jahr einige Umzüge und Feiern mit einem Klinikaufenthalt, mit teils erschreckenden Promillewerten. Für einen wirksamen Jugendschutz ist es essentiell, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen. So sollten die Veranstalter genau darauf achten, was an die Jugendlichen ausgeschenkt wird. Genauso raten wir den Eltern, ein Auge darauf zu haben, was ihre Sprösslinge trinken, und wann sie nach Hause kommen.

Daneben war im Jahr 2018 auch Pfefferspray ein Thema, das die Polizei beschäftigt hat. In mehreren Fällen waren solche Sprays ohne erkennbaren Grund im Rahmen von Faschingsfeiern eingesetzt worden, und hatten jeweils zu leichten Verletzungen wie Augenreizungen geführt. Hier weisen wir nochmals darauf hin, dass in solchen Fällen Ermittlungen eingeleitet werden und ein unberechtigter Pfeffersprayeinsatz eine Straftat darstellt.

Zusammen mit den Sicherheitsbehörden ist die unterfränkische Polizei bei den großen und kleineren Faschingszügen präsent. Mit unseren bewährten Sicherheitskonzepten und den eingesetzten Kräften sorgen wir für Ihre Sicherheit und einen reibungslosen Ablauf. Denn auch wir sind in der fünften Jahreszeit rund um die Uhr für Sie da und wünschen allen Faschingsfans eine friedliche und fröhliche Faschingszeit und viel Spaß beim Feiern!




Polizei Unterfranken

Öffentlichkeitsfahndung nach Eugen Sichwart

18.02.2019, PP Unterfranken


Eugen Sichwart flüchtete während einer arbeitstherapeutischen Maßnahme vom Gelände des Bezirkskrankenhauses in Lohr am Main, wo er in der geschlossenen Abteilung untergebracht ist.


Sichwart Eugen Sichwart

03.06.1968 Dshany-Turmysch kirgisisch

170 schlank deutsch

blau mittelbraun männlich

Tätowierung am linken Oberarm „Herz“
Bekleidung: dunkelblaue Arbeitsjacke, dunkle Hose

Foto: Polizei; Eugen Sichwart

Der 37-Jährige ist seit Mitte 2018 unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung im Bezirkskrankenhaus Lohr am Main untergebracht. Am Freitagmittag, den 15.02.2019, gegen 10:45 Uhr befand sich der 37-Jährige in Begleitung eines Pflegers im Rahmen einer Arbeitstherapie im Außenbereich des Klinikgeländes. Währenddessen gelang dem Probanden die Flucht. Die Polizeiinspektion Lohr am Main fahndet seitdem intensiv mit Unterstützung von Streifen umliegender Dienststellen und der operativen Ergänzungsdienste nach dem Flüchtigen. Zahlreiche Anlaufadressen wurden bislang mit negativem Ergebnis überprüft.

Polizeiinspektion Lohr a.Main
Hauptstraße 52
97816 Lohr a.Main

Telefon: 09352/8741-0
Fax: 09352/8741-69
Die Polizei ist auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Bitte verwenden Sie unser Hinweisformular.

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Polizei Unterfranken

21-Jähriger geht auf Ex-Freundin los – Unbekannter Zeuge geht dazwischen

18.02.2019, PP Unterfranken


KITZINGEN. Am späten Sonntagabend suchte ein 21-Jähriger die Adresse seiner zwei Jahre jüngeren Ex-Freundin auf. Als er die 19-Jährige vor das Wohnhaus gebeten hatte, ging er unvermittelt auf diese los. Zeugen wurden auf die Situation aufmerksam und gingen dazwischen. Die Kitzinger Polizei ist nun auf der Suche nach einem der beiden Helfern.

Am Sonntag, gegen 21:00 Uhr, begab sich ein 21-Jähriger zum Wohnhaus seiner zwei Jahre jüngeren Ex-Freundin in der Wörthstraße. Er bat die 19-Jährige an die Haustür, um mit ihr zu reden. Dort ging er völlig unvermittelt auf die junge Frau los und versperrte ihr den Weg zurück in Haus.

Die 19-Jährige flüchtete zu Fuß in Richtung des naheliegenden Edeka-Marktes. Ihr Ex-Freund folgte ihr, zog sie auf den Boden und schlug mehrfach auf sie ein. Ein 30-Jähriger Zeuge wurde auf die Situation aufmerksam und rannte zu der Auseinandersetzung. Bei seinem Eintreffen half ein weiterer, noch unbekannter Zeuge, der 19-Jährigen gerade vom Boden auf.

Die leicht verletzte Geschädigte begab sich im Anschluss mit dem 30-Jährigen Zeugen zur Anzeigenerstattung auf die naheliegende Dienststelle. Der Sachbearbeiter ist nun auf der Suche nach dem noch unbekannten Zeugen.


Dieser und auch mögliche weitere Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich unter Tel. 09321/1410 mit der Polizeiinspektion Kitzingen in Verbindung zu setzen.


Polizei Unterfranken